CHORIAMBICS. Werke von Alfred Koerppen, Hans-Michael Rummler und Graham Lack
(Ambiente Audio, 2024)
Alfred Koerppen: Aus den Zwölf Chorliedern
Die Sternseherin Lise / Hochsommernacht / Der Mond / Grabspruch / Jahraus, jahrein – ein Ostinato / Trost
Hans-Michael Rummler: Die eine Klage
Graham Lack: CHORIAMBICS op. 152 for various voices and objets trouvés
Alfred Koerppen: Aus den Acht Chorälen zur Passionszeit
O Traurigkeit, o Herzeleid / Herzliebster Jesu / O Lamm Gottes unschuldig / O Haupt voll Blut und Wunden / Wir danken dir, Herr Jesu Christ
Vokalwerk Hannover
Martin Kohlmann (Dirigent)
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Rezension von Jens Berger (Chorzeit Nr. 121, Dezember 2024):
Ensembleklang: 5/5, Interpretation: 5/5
„Wenn nach wenigen Takten die Rezensentengattin kommt und fragt „Was ist das denn? Das ist aber sehr, sehr schön“, stimmt der Rezensent zu. Nach fünf Jahren des Bestehens legt das Vokalwerk Hannover seine Debüt-CD vor. Gründer und Leiter Martin Kohlmann geht hierfür nicht den naheliegenden Weg eines virtuosen Leichtkost-Querschnitts. Er wagt mehr: Mit reizenden Ersteinspielungen regional verwurzelter Komponisten legt er eine Visitenkarte der Chorregion Hannover und der Güte der Gesangsausbildung an ihrer Musikhochschule vor. […] Noch vertrauter wird manchen die ausdrucksvolle Tonsprache in Hans-Michael Rummlers – dem Vokalwerk gewidmeter – Vertonung von Karoline von Günderrodes „Die eine Klage“ (2022) vorkommen. Im Bällewerfen mit dem Alt-Solo zeigt der Chor, wie differenziert man auch in den Tiefen intonieren und Akkorde schichten kann. […] Im namengebenden „Choriambics“ (2023) von Graham Lack (geboren 1954 und schon lange in Deutschland zu Hause) kann das Vokalwerk sängerisch aus dem Vollen schöpfen. Da flirrt und strahlt es besonders farbig im Wechsel zwischen den „various voices and objets trouvés“. […] Nicht nur der Chorklang findet zu einem vorbildlich homogenen Ganzen, auch die einheitliche, natürliche Aussprache zeigt nie ein Zuviel oder Zuwenig. Inspirierte und ergreifende Musik, zielgenau einstudiert und warm-elegant vorgetragen. Gut gemacht, Hannover!“
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Rezension von Burkhard Schäfer (Fono Forum, Ausgabe März 2025)
Musik: 4.5/5, Klang: 4.5/5
„Tatsächlich ist ihm [Martin Kohlmann] und seinem Ensemble ein starkes Debütalbum gelungen. Sphärisch-entrückte Gesänge à la Ēriks Ešenvalds oder Ola Gjeilo sucht man hier vergeblich, gleichwohl ist die bittersüße bis herbe Musiksprache der beiden deutschen Komponisten Alfred Koerppen (1926-2022) und Hans-Michael Rummler (1946-2023) sowie die des Briten Graham Lack (*1954) nicht minder in den Bann ziehend.“
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Rezension von Holger Sambale (23.10.2024, Klassik Heute):
Künstlerische Qualität: 9/10, Klangqualität: 9/10, Gesamteindruck: 9/10
„Intelligente, anregende Musik […] Sorgfältig differenzierte Interpretationen. […] All diesen Werken lässt das Vokalwerk Hannover unter Kohlmann sehr schöne, wohlartikulierte, homogene und gleichzeitig sorgfältig differenzierte Interpretationen angedeihen – Chormusik präsentiert auf sehr hohem Niveau, ergänzt durch ein wohlgeratenes, ins Detail gehendes Begleitheft. Eine sehr ansprechende Veröffentlichung!“
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Rezension von Gabriel Isenberg (Musica Sacra 144. Jahrgang / Nr. 6, Dezember 2024)
„Für die mit diesem Album präsentierte ›Standortbestimmung‹ der aktuellen Chormusik gilt dem Vokalwerk Hannover und seinem Leiter Martin Kohlmann große Anerkennung. Das Ensemble verleiht den Werken große Ausstrahlung und überzeugt durch seinen homogenen, gut artikulierten, ausdrucksstarken und differenzierten Chorklang. Ein Ensemble, das zukünftig hoffentlich noch öfters von sich hören lässt!“
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Rezension von Burkhard Schäfer (Südwestpresse vom 11. Dezember 2024)
„Existenzielle Chorwerke. […] Die Chormusik aller drei Komponisten ist unbedingt entdeckenswert.“
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Orgelwerke von Felix Mendelssohn Bartholdy, Johannes Brahms und Max Reger
(Ambiente Audio, 2023)
Martin Kohlmann an der Furtwängler & Hammer-Orgel (1912) in der Basilika St. Godehard Hildesheim
Erhältlich u.a. bei jpc.de.
„Auch in seinen Orgelsonaten wollte Mendelssohn Bartholdy seine Herkunft vom Klavier nicht leugnen. Das greift Kohlmann dankbar auf und fächert gleich im ersten Satz eine pianistische Klangpracht auf. Insbesondere der dritte Satz Allegretto ist fein ausformuliert. Im abschließenden Allegro maestoso bringt er nahezu -mit Mixturen und Zungen registriert- barocke Pracht zum strahlen. […] In der abschließenden Morgenstern-Choralphantasie von Reger greift Kohlmann buchstäblich nach den Sternen. Hier ist er völlig authentisch. […] Insgesamt eine grandiose Interpretation, die mitreißt und puren Optimismus verbreitet (den wir in dieser Zeit so dringend brauchen).“
(Andreas Schmidt, ORGANpromotion, März 2023)
Rezension von Claus-Ulrich Heinke in der Hildesheimer Allgemeinen Zeitung vom 17.05.2023
Nominiert für den Opus Klassik 2023 in den Kategorien Instrumentalist/in des Jahres, Nachwuchskünstler/in des Jahres und Instrument Solo.
Klangbeispiele:
F. Mendelssohn Bartholdy: Orgelsonate Nr. 4 in B-Dur, IV. Allegro maestoso e vivace
J. Brahms: Herzlich tut mich erfreuen, aus: Elf Choralvorspiele op. 122 posth.
M. Reger: Choralphantasie „Wie schön leucht‘ uns der Morgenstern“ op. 40/1
Orgelwerke von César Franck und Louis Vierne (abcroxxon, 2020)
Martin Kohlmann an der Mühleisen-Orgel in St. Albertus Magnus Braunschweig
Erhältlich u.a. auf amazon.de
„Martin Kohlmanns makelloses Spiel lässt das vorhandene Instrument […] in den ihm möglichen Farben erklingen. […] Die Spielweise Kohlmanns ist klar und durchsichtig. Er lässt, zupackend und virtuos gespielt und technisch überlegen, manchmal Emotionen nur erahnen. […] Große Momente gelingen in der Pastorale, dem 3. Satz. Ein Mitschwingen wird möglich. Man träumt sich in Richtung Cavaillé-Coll. Kohlmann bleibt trotzdem bescheiden und lässt die schöne Orgel Mühleisens in schlichtem Pathos erklingen. Die Farbenspiele im 4. und 5. Satz bestechen und machen Lust auf mehr. Insgesamt fordert Kohlmann das Instrument heraus und beleuchtet eine wunderbare Musik, die derzeit in Deutschland eine große Anhängerschaft kompositorisch sowie auch orgelbautechnisch besitzt. […] Die CD ist sehr hörenswert, gut aufgenommen und liebevoll gestaltet. Deshalb möchte ich sie gerne empfehlen.“
(Martin Rieker, Forum Kirchenmusik, Ausgabe 5/2021)
Klangbeispiele:
C. Franck: Choral Nr. 3 in a-Moll
L. Vierne: Allegro vivace aus der Orgelsinfonie Nr. 1 in d-Moll
L. Vierne: Finale aus der Orgelsinfonie Nr. 1 in d-Moll
Orgelwerke von Nicolaus Bruhns, Dietrich Buxtehude und Johann Sebastian Bach
(abcroxxon, 2019)
Martin Kohlmann an der Hillebrand-Bente-Orgel in St. Godehardi Bad Nenndorf
Erhältlich u.a. auf amazon.de
„Martin Kohlmann stellt sich als sicherer, gewandter und virtuoser Spieler vor, der die vielfältigen Ausdrucksmittel des Instruments angemessen und wirkungsvoll einzusetzen versteht und durch einleuchtende Artikulation und „cantable“ Deklamation überzeugt. […] Zum Abschluss erscheint die Bach-Fuge in g-Moll als energisches perpetuum mobile, das in dieser Konsequenz fasziniert! Auch durch die gute Aufnahmetechnik dieser CD ein gelungenes Portrait von Instrument und Interpret, das man gerne hört und weiterempfiehlt.“
(Prof. Cornelius Schneider-Pungs, Forum Kirchenmusik, Ausgabe 2/2020)
Klangbeispiele:
D. Buxtehude: Toccata in d-Moll BuxWV 155
J. S. Bach: Fantasie in g-Moll BWV 542
J. S. Bach: Fuge in g-Moll BWV 542